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Grundfutter

Heu ist die halbe Miete — was Raufutter wirklich liefert

Über kein Futtermittel wird so viel geredet und so wenig gemessen wie über Heu. Dabei ist es die Basis, auf der alles andere aufbaut — und der größte Hebel für die Versorgung.

Heu für Pferde — was es liefert, wie viel und warum es so wichtig ist

Was Heu liefert — und was nicht

Heu liefert Struktur und Faser (unverzichtbar für einen gesunden Darm) sowie Energie und Eiweiß in stark schwankender Höhe. Auch Mineralstoffe sind enthalten — allerdings höchst unterschiedlich und oft unausgewogen. Typisch ist eher reichlich Eisen und Mangan, dagegen knappe Werte bei Zink, Kupfer und Selen.

Was Heu kaum liefert: Vitamin E. Es geht bei Trocknung und Lagerung weitgehend verloren. Genau deshalb brauchen Pferde mit heulastiger Winterration hier oft eine Ergänzung.

Wie viel Heu?

Als Faustregel: mindestens 1,5 kg Heu je 100 kg Körpergewicht pro Tag, besser Richtung 2 kg je 100 kg. Für ein 600-kg-Pferd sind das grob 9–12 kg täglich. Deutlich weniger als 1,5 kg je 100 kg gefährdet die Darmgesundheit und sollte die Ausnahme bleiben.

Warum sich der genaue Blick lohnt

Weil der Nährwert von Heu von Standort, Schnitt und Jahrgang abhängt, ist „Heu ist Heu“ ein Trugschluss. Eine Heuanalyse im Labor zeigt die tatsächlichen Gehalte und ist die sauberste Grundlage für eine passende Mineralisierung. Solche Analysen bieten spezialisierte Labore an — sie gehören nicht zu meinem Leistungsangebot.

Was die Futter- und Haaranalyse ergänzend zeigt: was von der Ration am Ende tatsächlich beim Pferd ankommt.

Und die Böden?

Große Teile Deutschlands gelten als selenarm — von den sandigen Böden im Norden bis in Mittelgebirgslagen. Entsprechend ist Heu hier bei Selen häufig knapp. Auch Zink und Kupfer liegen oft nur im Grenzbereich. Wie stark das ausfällt, unterscheidet sich allerdings von Standort zu Standort und sogar von Jahr zu Jahr — pauschale Annahmen führen hier schnell in die Irre.

Der nächste Schritt

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Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine tierärztliche Untersuchung oder Diagnose. Bei akuten Beschwerden gehört dein Pferd immer zuerst zum Tierarzt.